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Geschichte von Undenheim

Die erste planmäßige Besiedelung Undenheims im Bereich der heutigen Kirchstraße erfolgte wohl gegen 500 nach Chr., als am Ende der Völkerwanderungszeit die germanischen Franken das Land am Mittelrhein in bleibenden Besitz nahmen. Von diesen frühen Undenheimern zeugt der fränkische Friedhof am Ende der Storchengasse, von dem eine größere Anzahl von Gräbern entdeckt und untersucht worden sind. Die Abbildung links zeigt die Befundskizze eines fränkischen Grabes aus der Storchengasse.

Seinen endgültigen Namen erhielt Undenheim wohl nach einem fränkischen Edelmann namens „Undo“, der hier einen Hof gründete. Für eine frühere Besiedelung der Undenheimer Flure sprechen mehrere gesicherte Funde von römischen Villen, dem Grab eines keltischen Kriegers, sowie einem Friedhof aus der Urnenfelderzeit.

Die erstmalig bekannte  urkundliche Erwähnung Undenheims erfolgte im Jahre 767, als adelige fränkische Grundherren dem neu gegründeten Kloster des heiligen Nazarius in Lorsch Höfe, Hörige (Leibeigene) und Einzelgrundstücke im Dorf und der Undenheimer Gemarkung vermachten.

Bild: Die Königshalle des Klosters Lorsch

 

Untrennbar zu Undenheim gehört die Geschichte des Dorfes  Nordelsheim, welches ca. 10 Wegminuten oberhalb des Eisweihers am Nordelsheimer Bach lag. Laut alten Chroniken  wurde Nordelsheim am 3. Pfingsttag des Jahres 1516 infolge eines starken Unwetters vollständig zerstört. Die überlebenden Bewohner siedelten sich in Undenheim an und vereinigten beide Gemarkungen.

Das Bild links stellt das Undenheimer Gerichtssiegel dar.

Es zeigt einen Schild mit dem schreitenden pfälzischen Löwen (hiermit wird die Zugehörigkeit zur Pfalz zum Ausdruck gebracht), hinter dem Schild stehend, umgeben von einem flammenden Strahlenkranz, als Schildhalterin Maria mit Jesus auf dem Arm, welcher die Weltkugel mit Kreuz in der Hand hält.

Undenheim und Nordelsheim gehörten schon früh zur Pfalz. Graf Rupprecht von der Pfalz schloss 1349 mit beiden Orten einen Vertrag, das sogenannte Weistum ab. Ein Ausschnitt dieses Vertrages ist in dem Bild rechts dargestellt. Undenheim und Nordelsheim hatten ihren Gerichtsstand in der Burg Alzey und gehörten zum Pfälzischen Oberamt Alzey. Ein Schultheiss und sechs Schöffen standen dem Ort vor, sie waren freie Bauern. Undenheim teilte die Geschicke der kurfürstlichen Pfalz bis zur Einverleibung der linksrheinischen Gebiete in die französische Republik. Als kurpfälzischer Ort erlebte Undenheim von der Einführung der Reformation durch Kurfürst Otto-Heinrich im Jahre 1556 bis zur Rückkehr des Kurfürsten Karl-Ludwig nach dem 30-jährigen Krieg nicht weniger als acht Änderungen des Bekenntnisses.

Die gravierendste Veränderung in der langen Undenheimer Geschichte bewirkte die Zeit seiner Zugehörigkeit zur französischen Republik von 1797 bis 1814. Im Jahre 1798 unterschrieben 116 Undenheimer Bürger eine Petition zur Vereinigung mit der „großen Franken Republik“. Die ersten Namen auf der Liste sind: Dieter Schilling, Agent (eingesetzter Bürgermeister) und Friedrich Jung, Adjunct (Beigeordneter). Die Undenheimer, bisher noch kurpfälzische Leibeigene, waren ab jetzt freie Bürger. Unser Dorf gehörte zum Kanton Wörrstadt, Departement Mont Tonnerre (Donnersberg). Doch die Zugehörigkeit zu Frankreich hatte nicht nur Gutes. So mussten 25 junge Undenheimer unter der Französischen Fahne kämpfen, alleine 9 von ihnen sind in Russland gefallen. 1815, nach dem Untergang des Napoleonischen Reiches gehörte Undenheim zu Hessen,  die neue, linksrheinische, hessische Provinz wurde „Rheinhessen“ genannt , die Kreisstadt war Oppenheim. Am Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 nahmen 21 Undenheimer teil. Ihnen zu Ehren wurde ein Denkmal errichtet (siehe Bild). Es stand zunächst im Bereich des jetzigen Will-Platzes, wurde dann aber auf den alten Friedhof versetzt Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges und der Neueinteilung der Bundesländer gelangte Undenheim zum Bundesland Rheinland-Pfalz.

Diese Abhandlung beleuchtet jeweils kurz die herausragendsten Ereignisse der Undenheimer Geschichte. Um mehr über Undenheim zu erfahren ist die Lektüre des Buches „Undenheim, Geschichte eines rheinhessischen Dorfes“ von Dr. Dieter Curschmann zu empfehlen. Das Buch ist bei der Gemeindeverwaltung erhältlich.

 

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